Nachtluft

Nachtluft

Der Tag ist vorbei,

die Lichter aus,

ich lausche und rieche

in die Nacht hinaus.

Oh wie erquickend ist sie,

die Nachtluft,

eine Mischung aus Regenfrische,

und Blütenduft.

Nächtliche Stille,

und doch pures Leben,

ich atme es tief in mich ein,

was für ein Segen!

14.-15.05.2019

Ein Baum namens George

Ein Baum namens George

Wie so oft stand sie im Garten bei dem Baum, den sie so gern hatte.

Auf eine meditative Art und Weise praktizierte sie eine sehr innige Verbindung zur Natur, und eben dieser Baum war für sie ein guter Freund geworden.

Ihre Hände lagen sanft auf dem Baumstamm. In Gedanken fragte sie den Baum: „Wie heißt Du eigentlich?“

Die Verbindung zwischen Baum und Mensch war innig, und die Kommunikation funktionierte gut.

Kurz nach ihrer Fragestellung hatte sie auch schon einen Namen im Kopf: „George“

„Wieso gerade George?“, fragte sie sich.

In der Wohnung suchte sie im Internet nach der Herkunft und Bedeutung des Namens. George/Georg kommt aus dem Griechischen, Georgios, was soviel wie Landwirt oder Erdbearbeiter bedeutet.

Nun leuchtete es ihr ein. Von ihrem Baumfreund George ging immer eine besondere Energie aus, so etwas Erhabenes, aber nicht hochmütig, eine weise und liebevolle Kraft strahlte er aus.

Er als ein Baum war stets mit Mutter Erde über die Wurzeln verbunden. Über die Wurzeln teilte er die wunderbare Lebensenergie von Mutter Erde mit den anderen Bäumen im Garten.

Von oben, von Vater Sonne kam über seine Krone Sonnenlicht in seinen Stamm. Ein Teil der Sonnenenergie wurde wieder an die anderen Bäume unterirdisch über die Wurzeln verteilt, und der zweite Teil floss über seine Wurzeln ab zu Mutter Erde.

George war also Erdarbeiter, indem er alle anderen Bäume mit Lebensenergie versorgte.

In jedem Fall schien ihr der Name George für ihn passend, da er so was wie eine leitende Funktion hatte. Auch sie durfte stets ihre leeren Akkus wieder bei ihm aufladen. Im Austausch dafür durfte George ihre Liebe in sich aufnehmen, ihre Liebe zur Natur, gepaart mit ihrer Energie der Dankbarkeit.

Das war die Geschichte über eine, etwas andere Freundschaft.

21.02.2019

Wintertraum und der Gerettete Tannenbaum

Wintertraum und der Gerettete Tannenbaum


Mitten im Wald steht
ein Tannenbaum,
um ihn herum
ein Wintertraum.
Alles weiß,
nur Schnee und Eis.
Es ist still und kalt,
im Winterwald.
Der Tannenbaum hört,
wie Schritte näher kommen,
außerdem hat er leise
Stimmen vernommen.
„Oh, was wird geschehen?
Werde ich bald nicht mehr
in diesem schönen Walde stehen?“
Hier ein Rufen,
da ein Raunen,
es sind Kinder,
voller Staunen.
Die Tanne,
mit weißem Schnee bedeckt,
wünscht sich,
sie wär jetzt
ganz versteckt.
„Papi, Papi,
schau mal hier,
diesen Christbaum
wollen wir!“
So ruft eines der Kinder
hoch erfreut,
hat für den Tannenbaum
die letzte Stund geschlagen heut?
Eltern und Kinder
um den Baum sich scharen,
doch dann will ein Waldbewohner
den Baum vor seinem Tod bewahren.
Da ist ein Reh,
läuft leis und flink
durch den Schnee.
Es kann mit seiner Erscheinung
auf sich die Aufmerksamkeit
der Kinder lenken,
und so der Tanne
ein Weiterleben
in Freiheit schenken.


18.12.2018

Ein Jahr voll Fruchtbarkeit – Gedicht mit Bild

Ein Jahr voll Fruchtbarkeit
Ein Aufenthalt in der Natur
bringt Ruhe und Kraft,
die Sprache der Natur
ist symbolhaft.
Ein Ast mit Zapfen
so wunderbar,
bringt mich zum nachdenken,
wie fruchtbar war es,
dieses Jahr?
Es war reich an Segnungen,
fruchtbar durch Erfahrungen,
Inspirationen
und Begegnungen.
Es war ein Jahr,
fruchtbar an Erlebnissen,
es tut gut, stets
die Liebe meines Lebens
an meiner Seite zu wissen.
Viele durften sich an meinen Früchten,
in Form meiner Texte laben,
ich danke allen Menschen,
die mir begegnet sind,
und die mich 2018
begleitet haben.
Mein Dank gilt auch
unseren Katzen
und der Natur,
sie vermitteln Liebe
und Lebensfreude pur.
Es geht zu Ende,
ein Jahr voll Fruchtbarkeit,
ich blicke zurück,
in Liebe, Freude
und Dankbarkeit.

15.12.2018

Altweibersommer und herbstlicher Reigen

Altweibersommer und herbstlicher Reigen


Altweibersommer,
auch wenn die Grade noch steigen,
nimmt man ihn bereits wahr,
den bunten, herbstlichen Reigen.
Die Herbstfeen,
sie tanzen im Wind,
zupfen die Blätter von den Bäumen,
fröhlich und geschwind.
Spielerisch lassen die Feen die Blätter
zu Boden gleiten,
genießen wir die Natur
mit ihrer Vielfalt
und ihren Jahreszeiten.
Altweibersommer
und herbstlicher Reigen,
schon bald wird sich die warme Zeit
dem Ende zu neigen.
Nimm die Natur dankbar an,
so wie sie ist,
weil auch Du
ein Teil von ihr bist.


07.09.2018