Ein ewiges Geheimnis – Beitrag für die a.b.c-Etüden

Mit der nachfolgenden Geschichte, bestehend aus 294 Wörtern, beteilige ich mich wieder an den a.b.c.Etüden von Christiane. Drei Begriffe in maximal 300 Wörtern.

Die Begriffe lauten diesmal:

Abweichung, unabwendbar, verengen, und wurden gespendet von Werner Kastens und seinem Blog „mit Worten Gedanken horten“.

Sie lief rastlos durch den Wald, sog die Waldluft tief in sich ein.
Bei jedem Gedanken an die Arbeit, bzw. an die damit verbundenen Veränderungen, begann sich ihre Herzgegend zu verengen. Dabei könnte sie doch in der neuen Abteilung, als Vorgesetzte, mit ihrer Angenehmen Art so viel erreichen. Die Abweichung zwischen ihrem jetzigen Gehalt, und dem Zukünftigen Lohn als Chefin ist auch nicht zu vernachlässigen. Sie könnte sich so viel mehr leisten. Aber Marc war das Problem, ein gut aussehender Mann und Arbeitskollege. Sie hatte sich in ihn verknallt. Er wusste davon nichts. Wenn sie in die Chefetage wechseln würde, wäre die Zusammenarbeit mit ihm vorbei, und sie bekäme ihn nur noch selten zu Gesicht. So lief sie rastlos weiter und weiter.
„Halt! Stehen bleiben!“, rief eine Stimme hinter ihr. sie blieb stehen und drehte sich um. Da stand er, als hätte er geahnt, dass sie sich genau jetzt in diesem Wald aufhielt.
„Oh, sie sind‘s, Frau Arbeitskollegin. Ich habe sie von hinten nicht genau erkannt. Gut, dass Sie stehengeblieben sind. Ansonsten wäre ein Sturz in das Loch im Boden vor Ihnen unabwendbar gewesen.“
Erst jetzt sah sie den Abgrund vor sich. „Puh!“, rief sie aus und ließ sich auf einem Stein nieder. „Warum sind Sie denn wie blind durch den Wald gerast?“, fragte Marc. „Ich bin rastlos, nervös. Sie haben es wahrscheinlich schon gehört. Ich soll in die Chefetage.“ „Ja, habe ich gehört. Kopf hoch, Sie schaffen das!“
Sie kamen beide ein Bisschen ins Gespräch. Marc erzählte ihr von seiner Frau und den Kindern. Sie ließ sich ihre Enttäuschung nicht anmerken. Nun sah sie ein, dass es besser war, in die Chefetage zu wechseln. Sie wollte Marc schnellstmöglich vergessen. Er würde niemals etwas von ihren Gefühlen erfahren. Es sollte ein ewiges Geheimnis bleiben.

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9 Kommentare zu „Ein ewiges Geheimnis – Beitrag für die a.b.c-Etüden“

  1. Ha, ich glaube, das Problem der Frau in deiner Geschichte kennen viele – dass einer ein Kollege zu gut gefällt. Und eine Menge Leute machen dann noch viel größere Dummheiten, als blind durch den Wald zu rennen …
    (Anmerkung: Irgendwas scheint mit der Formatierung deines Textes nicht ganz in Ordnung zu sein, er läuft bei mir über den Bildschirm und verschwindet rechts, ich hab deine Geschichte ganz nur mit einem Trick lesen können. Deine Texte vorher sind okay.)
    Liebe Grüße, danke und komm gut in die Woche!
    Christiane

    Gefällt 1 Person

    1. Seltsam, das Problem mit der Formatierung hatte ich zuvor noch nie. … Bin jetzt ehrlich gesagt überfragt, wie ich das Problem beheben könnte. Schön, dass Du es wenigstens trotzdem lesen konntest. 🙂
      Liebe Grüße und auch Dir eine schöne Woche.
      Jacqueline

      Gefällt 1 Person

    1. Dann hast du dasselbe Problem wie ich, lieber Werner. Mein Trick: die Zeilen mit der Maus markieren (dann nimmt er auch die unsichtbaren Teile), kopieren mit STRG+C, und dann in ein Textdokument einfügen.
      Liebe Grüße
      Christiane

      Gefällt 1 Person

  2. Habe den Beitrag noch einmal geöffnet. Diesmal zeigt er wieder eine andere Formatierung, ist allerdings komplett zu lesen.
    Was die Anzeige, es sei ein Seitenleisten-Widget zu bedeuten hat, weiß ich allerdings nicht.

    Ansonsten: eine Geschichte aus dem Leben, wie sie sicherlich des Öfteren vorkommt. Aber wie gut, dass sie es noch gemerkt hat, Frau, Kinder. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre sie wohl tatsächlich in das symbolische tiefe Loch gefallen.

    Gefällt 2 Personen

    1. Also die Technik ist mir manchmal schon suspekt. 😉 Jedenfalls habe ich den Text aus dem Eintrag rausgelöscht und in den Text/Html Editor wieder neu eingefügt. Na Hauptsache, man kann ihn jetzt richtig lesen.

      Gefällt 1 Person

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