Herbstmelancholie – Gedicht

Nebel breitet sich aus

über die Dächer,

Wind pfeift kalt,

die Sonne wird schwächer.

Vorbei somit die Sommerwärme,

in den Süden ziehen

Vogelschwärme.

Ich lasse mich ja gern begleiten,

durchs Leben von der Natur

und ihren Jahreszeiten,

und dennoch ist es so irgendwie,

fühl ich doch ein Bisschen

Herbstmelancholie.

25.10.2019

Waldbeeren als Seelennahrung oder der strenge Förster – Geschichte für die A.B.C Etüden

Die nachfolgende Geschichte ist für die a.b.c-Etüden von Christiane. 3 Begriffe in maximal 300 Wörtern. Die Begriffe diesmal lauten:

Verzweiflungstat, ambivalent, hingeben.

Meine Geschichte besteht aus 294 Wörtern.

Emilia joggte durch den Wald. Langsam wandelte sich die Natur in den Herbst. Emilia’s Beziehung zur Natur war ambivalent. Einerseits liebte sie den Frühling und den Sommer, wo alles blühte, und es warm war, und andererseits verabscheute sie die Dunklen und kalten Jahreszeiten. Regelmäßig verfiel sie in eine Winterdepression, konnte sich in diesen Monaten zu nichts aufraffen. Alles ging dann so schwer von der Hand.

An einer Lichtung fand sie noch einen Hauch von Sommer, viele saftige Waldbeeren. „Mist! Nun habe ich nichts mit, um die Beeren einzusammeln. Ich muss wieder hierher.“

Am nächsten Morgen brach Emilia erneut auf. Erwartungsvoll, mit einer kindlichen Freude, lief Emilia durch den Wald, bis sie an jener Lichtung anlangte. Sie pflückte und pflückte.

Plötzlich rief eine Männerstimme hinter ihr: „Lassen Sie das!“ Erschrocken blickte Emilia sich um. Ein Mann stand hinter ihr und funkelte sie an. „Guten Tag! Was habe ich falsch gemacht? Ich wollte doch nur Beeren pflücken, als Seelennahrung für den Winter.“ Der Mann funkelte weiter böse und sagte: „Sie gierige Person! Sehen Sie es nicht? Sie haben die Beerenlichtung kahl geplündert. Nun ist fast nichts mehr da, damit die Tiere des Waldes noch Nahrung für dem langen, kalten Winter finden können!“ Emilia erschrak. Tatsächlich war kaum mehr was übrig. „Entschuldigung, es… es… es war eine Verzweiflungstat. Ich mag die kalte Jahreszeit nicht.“, stammelte sie. „Diese Egoisten und ihre faulen Ausreden!“, grummelte der Förster. „Nichts für Ungut, das nächste Mal pflücke ich weniger.“, sagte Emilia peinlich berührt, nahm das Gefäß mit den Beeren und lief schnellstmöglich nach Hause.

Ein Teil der Beeren wurde zu Marmelade verarbeitet, den anderen Teil fror sie einstweilen ein.

In jedem Fall ließ es sich den kommenden Winter besser aushalten. Mit den Beeren konnte sie sich stets dem Geschmack des Sommers hingeben.

Der Herbst…

Der Herbst ist ein Dunkler,

und doch bunter Gesell,

so langsam verabschiedet sich der Sommer,

er war wunderbar

warm und hell.

Es gehört zum Lauf

der Jahreszeiten,

wenn die welken Blätter sanft

zu Boden gleiten.

Und während sich Mutter Natur

immer mehr zeigt

in Herbstlicher gestalt,

dürfen wir ernten und uns erfreuen,

an ihrer Fruchtbaren Vielfalt.

Erste Herbstgedanken in Gedichtform 02.09.2019

Nebelträume

Nebelträume


Nebelträume,
ein Wort, dass plötzlich
in den Sinn mir kam,
Nebelträume,
ein Wort, dass meine Gedanken
augenblicklich gefangen nahm.
Nebelträume,
ich beginne zu hinterfragen,
Nebelträume,
was will dieses Wort
mir eigentlich sagen?
Nebelträume,
Nebel heißt umgedreht Leben,
Nebelträume,
siehst Du die Nebelträumerin,
eine Herbstfee
durch die Lüfte schweben?
Nebelträume,
ja, was sind Nebelträume?
Ist es einfach der Herbst,
das welke Laub,
und die kahlen Bäume?
Nebelträume,
oder sind es gar Wünsche,
noch unerfüllt,
Nebelträume,
noch verborgen,
wartend auf das Morgen,
im Nebel
der Gezeiten eingehüllt?
Nebelträume,
so viele Bedeutungen,
Interpretationen,
die diesem Wort „Nebelträume“
innewohnen.


13.11.2018

Altweibersommer und herbstlicher Reigen

Altweibersommer und herbstlicher Reigen


Altweibersommer,
auch wenn die Grade noch steigen,
nimmt man ihn bereits wahr,
den bunten, herbstlichen Reigen.
Die Herbstfeen,
sie tanzen im Wind,
zupfen die Blätter von den Bäumen,
fröhlich und geschwind.
Spielerisch lassen die Feen die Blätter
zu Boden gleiten,
genießen wir die Natur
mit ihrer Vielfalt
und ihren Jahreszeiten.
Altweibersommer
und herbstlicher Reigen,
schon bald wird sich die warme Zeit
dem Ende zu neigen.
Nimm die Natur dankbar an,
so wie sie ist,
weil auch Du
ein Teil von ihr bist.


07.09.2018