Nachtluft

Nachtluft

Der Tag ist vorbei,

die Lichter aus,

ich lausche und rieche

in die Nacht hinaus.

Oh wie erquickend ist sie,

die Nachtluft,

eine Mischung aus Regenfrische,

und Blütenduft.

Nächtliche Stille,

und doch pures Leben,

ich atme es tief in mich ein,

was für ein Segen!

14.-15.05.2019

Das Nachtgespenst

Das Nachtgespenst

Ich bin ein Nachtgespenst,

dass heut die Geisterschule schwenst.

Ich verbreite Gruselstimmung

zum Erschrecken,

wer schafft es zuerst,

sich zu verstecken?

Die ganze Gruselaktion wird etwas bunter,

wenn ich schmeiße Sachen runter.

Dazu rassle ich schaurig

mit metallernen Ketten,

Du schaffst es nicht,

mich zu vertreiben,

das will ich wetten.

Oh nein, das gibts doch nicht!

Hier im Raum ist plötzlich Licht!

Wir Gespenster können Licht nicht leiden,

darum wollen wir es möglichst meiden.

Das Licht ist unerträglich,

deshalb muss ich schweren Herzens gehen,

aber ich sag schaurig

tschüss bis bald und

auf Wiedersehen.

27.- bzw. 28.03.2019

Sonnenstrahlen ins Herz – Gedicht

Sonnenstrahlen ins Herz

Sonnenstrahlen in mein Herz

bringen die Vögel

mit ihrem Gesang,

ich liebe diesen

wunderbaren Klang.

Sonnenstrahlen in mein Herz

bringen die Blumen

mit ihrem Duft,

der jetzt liegt

in der Frühlingsluft.

Sonnenstrahlen in mein Herz

legt nicht zuletzt

der liebe Sonnenschein,

bringt jede Pflanze zum Sprießen,

ist sie jetzt auch noch so klein.

Sonnenstrahlen in Dein Herz

möcht ich Dir gern legen,

mögen meine Worte stets

Kraft und Freude geben.

24.03.2019

Der Nachtalb, der gut werden wollte – eine Kurzgeschichte

Der Nachtalb, der gut werden wollte

Es war einmal ein Nachtalb. Sein Name war Albrian Gruselfrech. Er und seine Gefährten waren dunkle Gesellen, die den Menschen richtig Angst machen, und die schrecklichsten Träume bringen konnten.

Albrian war bisher der Dunkelste und schrecklichste von allen Nachtalben gewesen. Vor allem liebte er es, kleine Kinder und kranke Menschen im Schlaf heim zu suchen, und zu erschrecken. Es war eine Wohltat für ihn, jemanden vor Angst weinen und schreien zu hören. Dann erst machte er sich aus dem Staub und lachte gruselig.

Doch eines Abends kam alles anders. Es war Vollmond und eine klare Sternschnuppennacht im Sommer. Wenn ein Nachtalb von einer Sternschnuppe getroffen wird, fällt er in Ohnmacht.

Oben auf einem Mondlichtstrahl saß die Sternenfee Rubina Sternschnupp und ließ viele, viele Sternschnuppen vom Himmel fallen. Eine davon traf Albrian genau am Kopf. Sofort stürzte der Nachtalb aus der Luft zu Boden und blieb reglos liegen.

Albinia Nachtschreck, die Königin der Nachtalben wunderte sich, warum alle im Schloss ankamen, nur der, normalerweise zuverlässigste, nämlich Albrian Gruselfrech nicht und nicht kam. So bekamen diesmal alle Anderen Nachtelben die Bösesten und gruseligsten Träume. In alle Himmelsrichtungen flogen die dunklen Wesenheiten dann davon.

Prinzessin Alba Mondschön, eine Traumelfe, den Lichtalben zugehörig, fand Albrian Gruselfrech bewusstlos in der Wiese liegen. Wer weiß, wie viele Sternschnuppen ihn bereits getroffen hatten. Lichtelben können nicht anders, sie sind vom Wesen her so gutmütig, sodass sie sogar im Notfall den Dunkelsten Wesen helfen. Sie nahm Albrian mit ins Mondlichtschloss, wunderte sich aber, wieso sich sein Körper unter dem ständigen Licht der Sternschnuppen, die ihn trafen, noch nicht aufgelöst hatte. Sie handelte aus einem inneren Gefühl heraus, nicht weil Albrian eigentlich böse war, sondern momentan wehrlos und schwach.

Es gab im Mondlichtschloss nur einen einzigen Raum, der ganz dunkel war. Dort legte Alba Mondschön den Bewusstlosen Albrian hinein und verständigte ihre Mutter, Königin Lucina Mondschön. Diese kam hinzu und beugte sich über den Nachtalb. „Mama, schau ihn nicht direkt an, sonst verwandelst Du Dich womöglich in eine Dunkelelfe.“, sagte Alba ängstlich. „Keine Angst, mein Schatz. Der kann keine Zauber ausführen momentan, weil er so schwach ist. Er braucht jetzt die Dunkelheit, um wieder zu Bewusstsein, und zu Kräften zu kommen. Dann sehen wir weiter.“, erwiderte die Mutter. „Und wieso hat er sich bei dem vielen Licht, dass er abbekommen hat, noch nicht aufgelöst?“, fragte Alba verwirrt. „Da muss ich in meinem schlauen Elbenbuch nachsehen, im Abschnitt Dunkel- und Nachtalben.“, sagte die Mutter. Alba blieb bei Albrian und die Mutter verließ den Raum.

„Das Goldene Buch der Elben“, stand am Buchdeckel. Lucina Mondschön blätterte, bis sie zum Abschnitt Dunkelalben und Nachtalben kam. Da stand geschrieben:

„Schauen Sie einem Nachtalb niemals direkt in die Augen. Der böse Zauber der Nachtalben könnte dafür sorgen, dass Sie ebenfalls zum Nachtalb werden.

Sollte ein Nachtalb von Sternschnuppen getroffen werden, führt dies zur Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tode, wobei sich der Körper des Nachtalben auflöst, und zu schwarzem Staub wird. Es sei denn, der Nachtalb trägt in sich den Wunsch, die dunkle Seite zu verlassen, um zu den Lichtelben gehören zu können. In diesem Fall löst sich der Körper selbst bei großem Lichteinfluss nicht auf. Die Bewusstlosigkeit eines Nachtalben dauert bis zu 24 Stunden.“

Lucina Mondschön schlug das Buch zu und verstaute es wieder sorgfältig, ehe sie wieder in den dunklen Raum ging, wo Alba bei Albrian Wache hielt. Dort erklärte Lucina ihrer Tochter alles, befahl ihr, weiter bei ihm zu bleiben und ging. Es war schon spät am Abend und sie hatte noch einiges zu tun.

Im Morgengrauen schlug Albrian die Augen auf. Er kam langsam wieder zu Bewusstsein. Alba Mondschön kniff die Augen zusammen, um nicht auf die Idee zu kommen, ihn anzublicken. Leise verließ sie den Raum und suchte ihre Mutter. Königin Lucina Mondschön saß gerade auf der Regenbogen-Therasse und genoss ihren Mondlichtkaffee, als Alba aufgeregt bei ihr ankam. „Mama! Mama! Er kommt zu sich! Komm schnell!“, rief sie. Lucina Mondschön zauderte nicht lange, nahm Alba bei der Hand und schnellen Schrittes gingen sie in den dunklen Raum.

„Wo bin ich hier?“, fragte Albrian. Lucina Mondschön deutete ihrer Tochter, leise zu sein. Die Mutter wollte selbst mit dem Nachtalb reden. Mit geschlossenen Augen beugte sie sich über ihn und antwortete: „Du bist von einigen Sternschnuppen getroffen worden, Nachtalb. Und dennoch hat sich Dein Körper nicht aufgelöst. Ich bin Lucina Mondschön, und meine Tochter Alba hat Dich gefunden und ins Mondlichtschloss gebracht.“ Albrian richtete sich auf. Sein Blick traf geradewegs Alba Mondschön. Sie aber wich seinem Blick aus. „Oh, meine Verehrten Damen, ich bin froh, dass ich endlich aus der Ohnmacht erwacht bin. Wissen Sie, warum sich mein Körper, trotz hohem Lichteinfluss nicht aufgelöst hat?“, sprach Albrian und seine Blicke wanderten prüfend zwischen Mutter und Tochter hin und her. Lucina nickte und Alba antwortete: „Sag Du es uns. Du hast Doch einen Wunsch, nicht wahr?“ Albrian fiel auf die Knie, brach in Tränen aus und schrie es unter Tränen heraus: „Ich will kein Nachtalb mehr sein! Ich möchte zu den Lichtelben gehören! Ich habe es satt, den Kindern schreckliche Träume zu bringen! Ja, ich möchte gut sein, und nur noch schöne, und gute Träume in der Welt, bei den schlafenden Menschen verteilen! Bitte helft mir!“

„Alba, geh in mein Zimmer, und hole das goldene Buch der Elben.“, befahl Lucina. Die Tochter gehorchte und bekam den wertvollen, goldenen Schlüssel für den Schrank, in welchem das Buch lag.

Währenddessen redete Lucina Mondschön beruhigend auf den Nachtalb ein: „Schon gut, Du musst nicht mehr weinen. Ich werde sehen, was ich für Dich tun kann, um Dich vom Zauber der Dunkelalben zu erlösen, damit Du voll und ganz ein Traumelf, für schöne Träume sein kannst. Aber sag mir, wie heißt Du denn?“ „Mein Name ist oder war, Albrian Gruselfrech.“ „Albrian klingt ja ganz nett, nur brauchst Du als Lichtalb einen neuen Nachnamen.“ Albrian nickte nur.

Kurz darauf kam Alba mit dem Buch. Die Mutter bedankte sich und schlug das Buch auf. Da stand geschrieben:

„Erlösungszauber für Nachtalben, die der lichtvollen Seite angehören wollen:

Der Nachtalb muss zuerst glaubhaft seinen Wunsch äußern, nicht mehr zu den Bösen Nachtalben gehören zu wollen. Die Person bzw. das Wesen, welches den Nachtalb bewusstlos aufgefunden hat, muss folgende Schritte durchführen, um den Nachtalb zu erlösen:

der Nachtalb und der Finder/die Finderin müssen sich tief in die Augen sehen.

Das Lichtwesen fixiert mit dem Blick den Nachtalb und spricht folgenden Zauberspruch: „Sternenglanz und Mondenschein, Nachtalb sollst nun Lichtalb sein. Willst Du dem Lichte ewiglich die Treue schwören, so ist gewiss, dass Du für immer wirst zu uns gehören.“

Um den Zauber zu vollenden, muss das Lichtwesen, z.B. die Lichtelfe den Dunkel- bzw. Nachtalb küssen.

Der Zauber ist geglückt, wenn der Nachtalb kurz danach nochmals für ein paar Minuten bewusstlos wird. Nach dem Erwachen aus der Bewusstlosigkeit sollte man die Verwandlung klar erkennen können.“

Lucina Mondschön seufzte. „Du musst es also machen, Alba, mein Kind.“ Alba nickte.

Albrian stellte sich vor sie hin, und sie blickten sich in die Augen. Dann im zweiten Schritt fixierte Alba ihn und sagte voller Inbrunst den Spruch:

„Sternenglanz und Mondenschein, Nachtalb sollst nun Lichtalb sein. Willst Du dem Lichte ewiglich die Treue schwören, so ist gewiss, dass Du für immer wirst zu uns gehören.“

Schließlich küsste sie den Nachtalb. Danach fiel er zu Boden und rührte sich nicht. „Es ist geglückt!“, flüsterte Alba aufgeregt.

Wenige Minuten später erwachte Albrian. Ein sanfter Schimmer umgab ihn. „Ich hab‘s geschafft!“, rief er erleichtert aus, umarmte dann zuerst Alba und dann ihre Mutter Lucina voller Freude.

In der großen Halle des Mondlichtschlosses hatten sich alle Traumelfen versammelt. Ein Traumelf kam auf Albrian zu und begrüßte ihn mit den Worten: „Hi, Du bist wohl der Neue!“ Albrian nickte. „Ich bin Traumello Schlafewohl. Ich soll Dich in der ersten Zeit begleiten. Ähm, einen neuen Zweitnamen brauchen wir auch noch für Dich. Hast Du eine Idee?“ Albrian gab Traumello die Hand und erwiderte: „Freue mich sehr, Dich kennen zu lernen. Nun, da ich zukünftig nur noch schöne Träume an die Menschen verteilen möchte, kam mir als Zweitname Träumesüß in den Sinn.“ „Albrian Träumesüß.“, wiederholte Traumello. „Ja, dass klingt gut.“, meinte er schließlich und klopfte Albrian Träumesüß auf die Schulter. Dann ging es auch schon los.

Mit der Zeit kehrte der Alltag im Mondlichtschloss bei Albrian ein und er verliebte sich unsterblich in Prinzessin Alba Mondschön. So kam es, dass im Schloss schon bald Hochzeit gefeiert wurde.

Die Zeit verging, und Albrian und Alba hielten ihr erstes Kind, ein Mädchen in den Armen. Die kleine Elfe bekam den Namen Lunabella Traumkind.

So verteilten sie stets die schönsten Träume auf der Welt und lebten glücklich und zufrieden.

Vollendet am 14.03.2019

Diese Geschichte ist Teil meiner ersten Facebook Live Lesung, die am 15.03.2019 stattgefunden hat. Das Video ist öffentlich einsehbar.

Inspiriert hat mich Serap, mit ihrer Geschichte vom KARABASAN (Nachtalb)

Ich pflanz Dir eine Blume

Ich pflanz Dir eine Blume

Ich pflanz Dir eine Blume

in Dein Herz,

sie verströmt ihren Duft,

gegen Traurigkeit und Schmerz.

Ich pflanz Dir eine Blume,

so wundervoll ihr Duft,

da liegt dann Fröhlichkeit

und Lebensfreude in der Luft.

Ich pflanz Dir eine Blume

im warmen Sonnenschein,

sie soll eine Vorbotin

des nahenden Frühlings sein.

12.03.2019

inspiriert durch den heutigen Pflanz eine Blumetag 2019 siehe Hinweis im kleinen Kalender.

Engel

Engel


Engel nehmen Dich an,
so wie Du bist,
Engel bringen Licht dorthin,
wo Dunkelheit ist.
Engel sind heilige Beschützer
allen Lebens,
mit einem Engel
an Deiner Seite
ist nichts vergebens.
Dann gibt es Engel
in Menschengestalt,
sie gehen mit Dir
durch dick und dünn,
geben Liebe,
Zuversicht,
und ganz viel Halt.
So wünsch ich Dir einerseits die heiligen Engel
von Gott gesandt,
und andererseits einen Engel
in Menschengestalt
liebevoll
an Deiner Hand.


10.03.2019

Die Nacht – Gedicht

Die Nacht

Die Nacht legt sich kühl

über unsre Welt,

Müdigkeit,

sie hat sich eingestellt.

Schnell vergangen

sind die Tagesstunden,

wie hast Du diesen Tag

für Dich empfunden?

Das Leben

es beschenkt uns reich,

Gedanken, Erfahrungen,

nein, nicht jeder Tag

ist immer gleich.

So leg ich mich jetzt

zum Schlafen hin,

damit ich am Morgen wieder

frisch, munter

und ausgeruht bin.

03/04.03.2019

Ein Baum namens George

Ein Baum namens George

Wie so oft stand sie im Garten bei dem Baum, den sie so gern hatte.

Auf eine meditative Art und Weise praktizierte sie eine sehr innige Verbindung zur Natur, und eben dieser Baum war für sie ein guter Freund geworden.

Ihre Hände lagen sanft auf dem Baumstamm. In Gedanken fragte sie den Baum: „Wie heißt Du eigentlich?“

Die Verbindung zwischen Baum und Mensch war innig, und die Kommunikation funktionierte gut.

Kurz nach ihrer Fragestellung hatte sie auch schon einen Namen im Kopf: „George“

„Wieso gerade George?“, fragte sie sich.

In der Wohnung suchte sie im Internet nach der Herkunft und Bedeutung des Namens. George/Georg kommt aus dem Griechischen, Georgios, was soviel wie Landwirt oder Erdbearbeiter bedeutet.

Nun leuchtete es ihr ein. Von ihrem Baumfreund George ging immer eine besondere Energie aus, so etwas Erhabenes, aber nicht hochmütig, eine weise und liebevolle Kraft strahlte er aus.

Er als ein Baum war stets mit Mutter Erde über die Wurzeln verbunden. Über die Wurzeln teilte er die wunderbare Lebensenergie von Mutter Erde mit den anderen Bäumen im Garten.

Von oben, von Vater Sonne kam über seine Krone Sonnenlicht in seinen Stamm. Ein Teil der Sonnenenergie wurde wieder an die anderen Bäume unterirdisch über die Wurzeln verteilt, und der zweite Teil floss über seine Wurzeln ab zu Mutter Erde.

George war also Erdarbeiter, indem er alle anderen Bäume mit Lebensenergie versorgte.

In jedem Fall schien ihr der Name George für ihn passend, da er so was wie eine leitende Funktion hatte. Auch sie durfte stets ihre leeren Akkus wieder bei ihm aufladen. Im Austausch dafür durfte George ihre Liebe in sich aufnehmen, ihre Liebe zur Natur, gepaart mit ihrer Energie der Dankbarkeit.

Das war die Geschichte über eine, etwas andere Freundschaft.

21.02.2019

Ich male mit Worten

Ich male mit Worten

Ich male mit Worten,

an verschiedensten Orten.

In der Natur oder zu Haus,

egal welche Inspiration,

ich lass sie

mit Worten raus.

Egal, was mich beschäftigt,

was mich bewegt,

ich schreib es nieder

unentwegt.

Ich male mit Worten,

so manches Bild,

sanft und lichtvoll,

nie dunkel und wild.

Meine Bilder aus Worten,

eine Mischung aus Inspirationen,

Gefühlen und Magie,

zumeist lichtvolle

Herzpoesie.

Ich male mit Worten

Bilder für Herzensaugen,

lerne wieder

mit dem Herzen zu sehen,

Du darfst es

Dir erlauben.

Meine Bilder aus Worten,

öffnen das Herz,

machen es weit,

sollen Leuchttürme sein,

jetzt, hier,

und alle Zeit.

17.02.2019

Audiobeitrag dieses Gedicht in Jacquelines Lichtpoesie und Gedankenwelt, dem Podcast

https://anchor.fm/jacqueline08/embed/episodes/Jacquelines-Lichtpoesie-und-Gedankenwelt-Episode-2-Gedicht-Ich-male-mit-Worten-e3avoi/a-ab2d3l