Die Geschichte von Prinzessin Maurelle Märchenglanz, dem schwarzen Baron und dem Drachenprinz

Es war einmal eine böse Hexe. Sie wurde von allen „Lana, die Schreckliche“ genannt. Diese Hexe hielt die schöne Prinzessin Maurelle Märchenglanz, Tochter des Königs Marchius von Märchenhausen, mitsamt ihren Freunden, einem Einhorn, eine Elfe, eine Fee und einen Zwerg gefangen. Ein Kobold wollte seine Freunde und die Prinzessin befreien, aber dabei ward er selbst gefangen.

Der König des Märchenlandes ließ folgendes verkünden: „Jener edle Jüngling, welcher es schafft, meine liebliche Tochter, Prinzessin Maurelle Märchenglanz zu befreien, der soll sie zur Frau bekommen. Von meiner Seite stelle ich als Hilfe unseren royalen Zauberer Jasonius, den Weisen, zur Verfügung. Er soll Euch jedoch lediglich als Wegweiser dienen. Den Hauptpart der Befreiung muss der mutige Jüngling schon selbst übernehmen.“

Keiner ahnte, wer der neue Held des Märchenlandes sein würde. Aber genauso wenig wusste man von den finsteren Plänen des schwarzen Barons. Sein Name war „Trolläus, der Wilde, von Trollinghausen“. Er war, wie man schon dem Namen entnehmen kann, ein Troll. Die böse Hexe Lana war Teil der dunklen Machenschaften. Ihr war von dem Troll befohlen worden, Prinzessin Maurelle und ihr „Anhängsel“, wie er es nannte, zu überlisten und einstweilen gefangen zu nehmen. Der Troll galt als schwarzer Baron von Trollinghausen, der Hochburg für die dunkelsten Gestalten. Keiner seiner finsteren Gefolgsleute wagte es, ihm zu widersprechen. Sein Plan war es, Prinzessin Maurelle mit einem Zaubertrick gefügig zu machen, und sie auf die dunkle Seite der Magie zu ziehen. Maurelle sollte in einen Troll verwandelt, und die schwarze Baronin von Trollinghausen werden.

Damit die schöne Prinzessin Maurelle Märchenglanz und ihr Gefolge nicht so schnell gefunden werden konnte, brachte man sie auf eine Insel, nahe der Grenze zu Trollinghausen, auf der es ganz dunkel zu sein schien. Aber immer wieder waren die armen gefangenen dort von Dunkelalben und Kobolden geneckt und von Irrlichtern geblendet worden, sodass sie sich, bei somanchem Fluchtversuch verirrten.

Zurück ins Märchenland, in die Hauptstadt Märchenheim. Dort gab es einen Drachen, der auf einer verlassenen Burgruine lebte. Sein Name war Frank von Feuerstein. Selbst er bekam von einer Brieftaube die Botschaft des Königs, auch wenn jeder über jenen Drachen etwas anderes sagte. Die einen im Märchenland meinten, der Drache sei furchtbar böse, die Anderen wiederum munkelten, er sei von einer bösen Hexe verflucht, und von einem Prinzen in einen Drachen verwünscht worden. Wie dem auch sei, der König wollte jedem gleichermaßen die Chance geben, unabhängig davon, was sein Volk über einzelne, mögliche Anwärter lästerte und tratschte.

Der Drache Frank Feuerstein ließ erst einmal ein Bisschen Zeit vergehen. Nach einiger Zeit kam wieder königliche Post. Da stand geschrieben:

„Sehr verehrte Jünglinge und Edelmänner! Bisher ist es noch keinem geglückt, meine Tochter Maurelle Märchenglanz und ihr Gefolge zu finden. Ich, König Marchius von Märchenhausen, wende mich mit einem verzweifelten Apell an all jene, die sich noch nicht getraut haben. Bitte, meldet Euch! Einer von Euch wird gewiss der Gewinner sein, und meine Tochter, Prinzessin Maurelle Märchenglanz finden und befreien.“. Dann folgte noch die Unterschrift des Königs.

Jetzt war der Drache Feuer und Flamme. Er wollte es wagen und die Prinzessin befreien, wo auch immer sie sein möge. So schrieb er auf die andere Seite des Blattes: „Ich will es wagen. Bitte schickt mir Euren Zauberer, damit er mir den Weg weisen kann. Vielen Dank!“. Und da kam auch schon eine Brieftaube herbei, um die Rücksendung an den König abzuholen. Prompt wurde Frank Feuerstein zu einem Gespräch ins Königshaus eingeladen. An der Unterredung nahmen sowohl KönigMarchius, als auch der Zauberer Jasonius, der Weise teil. Der König fragte: „Warum willst gerade Du, meine Tochter befreien, und danach zur Frau haben?“. Der Drache erzählte seine Geschichte. Vor einiger Zeit war er von einer bösen Hexe in einen Drachen verwünscht worden. Nur eine Prinzessin könne ihn erlösen.“. „Dann stimmt es doch, Herr König! Das ist der verwünschte Drache.“, flüsterte der Zauberer. Dann wandte er sich dem Drachen zu: „Und, wie denkst Du, kann ich Dich am besten unterstützen?“ „Welche Anhaltspunkte gibt es? Wo könnte die Prinzessin sein?“ Der Drache bekam vom Zauberer und dem König eine Landkarte vorgelegt, auf der eine Insel eingezeichnet war. Diese Insel sah auf der Karte aus, wie ein dunkler, schwarzer Fleck. Der König sprach: „Wir vermuten, dass der schwarze Baron meine Tochter entführt hat. Mein edler Freund, der Zauberer vermutet zudem, dass man sie auf dark Island gefangen hält, direkt an der Grenze zum Lande allen Übels, an der Grenze zu Trollinghausen.“ Der Drache nickte verständnisvoll. „Bitte, Zauberer, besorgt mir einen Zauberumhang, mit dem ich mich unsichtbar der Insel nähern kann. Ich wiederum werde die sieben magischen Weberinnen beauftragen, meinen Plan zu unterstützen. „Welchen Plan habt Ihr, edler Drache?“, wollte der König wissen. „Ich möchte es noch nicht verraten. Jedoch ist gewiss, Majestät, es soll nur zum Besten für Eure Tochter und ihr Gefolge sein!“

Vom Zauberer bekam er den Umhang und so flog der Drache los in den Zauberwald, wo die sieben magischen Weberinnen wohnten. Diese Feen hatten die Aufgabe, Netze zu weben, die man für alle möglichen Zwecke gebrauchen konnte. Rund um den königlichen Palast war zum Beispiel ein festes Schutz- und Sicherheitsnetz gespannt. Die Prinzessin konnte nur deshalb entführt werden, weil sie sich zu diesem Zeitpunkt außerhalb der schützenden Palastmauern aufhielt. Gehilfinnen der 7 Weberinnen waren viele, viele Spinnen. Frank Feuerstein brachte also seine Bitte vor: „Ich möchte die Prinzessin unseres Landes befreien. Bitte begleitet mich und helft mir, meinen Plan in die Tat umzusetzen. „Der Umhang ist groß genug, da passe ich und noch einige Spinnen darunter. Wichtig ist, dass man uns nicht sieht, wenn wir auf Dark Island ankommen.“ So gaben die sieben Weberinnen einige Spinnen als Gefolge für Frank Feuerstein mit. Die Weberinnen hatten bereits vom König und seinem Zauberer erfahren, dass ein Drache sie aufsuchen, und um Hilfe bitten würde, damit er die Königstochter befreien könne.

Der schwarze Baron war noch am selben Abend auf dark Island angekommen. „Na, Hexe, hast Du mein Schätzchen und sein Anhängsel gefangen? So können wir morgen gleich in der Früh mit der Verwandlung beginnen, und dann ist die schöne Königstochter Maurelle mein! Mein! Mein!“, dies wiederholte er mehrmals inbrünstig und lachte schadenfreudig. Dann ließ sich Trolläus, der Wilde, Baron von Trollinghausen, von der Hexe zu den Gefangenen, und vor allem, zum Objekt seiner Begierde führen. Als der Baron die Prinzessin berühren wollte, fuchtelte sie wie wild und erhob ihre Stimme: „Ich will Euch nicht, schwarzer Baron! Und lasst uns gefälligst frei!“ „Och, nicht doch! So böses Geschrei passt doch gar nicht zu solch lieblichem Antlitz, Prinzessin!“, schmeichelte der Baron. Maurelle schüttelte jedoch nur mit dem Kopf und grummelte: „Na ja, Ihr werdet schon sehen. Bald ist mein Erlöser nahe. Das spüre ich!“ Er aber lachte nur und sprach: „Ich, Schätzelchen, ich bin Dein Erlöser! Euer Erlöser! Siehst Du nicht, wie versteinert Dein Gefolge da steht und liegt?“ Und richtig. Das Einhorn, die Elfe, die Fee, der Zwerg und der Kobold waren alle, von Lana, der Schrecklichen, versteinert, in Steinskulpturen verwandelt worden, damit sie reglos blieben, und der Prinzessin nicht helfen konnten.

Kaum hatten sich der schwarze Baron und die Hexe zur Ruhe begeben, traf der Drache mit seinen Helferinnen auf Dark Island ein, unsichtbar versteht sich. Den ganzen Tag waren sie unterwegs gewesen. Kaum waren sie gelandet, sagte Frank Feuerstein: „Psssst, leise, bleibt noch unter dem Umhang, bis ich Euch meinen genauen Plan geschildert habe. Wie ich weiß, seit Ihr flinke Weberinnen. Seid so gut und webt um den Troll und die Hexe herum dichte Netze. Wenn sie morgen Früh erwachen, und sich daraus befreien wollen, soll es ihnen nicht gelingen, im Gegenteil, sie sollen sich immer mehr in den Netzen verfangen.“ Die Spinnen gehorchten. Der Drache jedoch dachte bei sich: „Morgen, schönste Prinzessin, werden wir alle erlöst, Du, ich, und Dein Gefolge.“ Danach hüllte er sich in seinen Zauberumhang, um unsichtbar zu bleiben, und schlief ein.

Im Morgengrauen kamen die Spinnen zum Drachen und weckten ihn. „Drache! Drache! Wir haben es geschafft! Die Bösen sind gefangen!“ Grunzend und schnarchend richtete sich Frank Feuerstein auf und brummelte: „Was? Schon fertig?“ Die Spinnen nickten eifrig. „Dann ruht Ihr Euch nun auch aus. Am Morgen kommt für mich der große Befreiungsschlag.“ Vorsorglich bewegte sich der Drache zum Baron, um dessen magisches Schwert zu klauen, damit dieser nicht in Versuchung kommen könne, sein Gefängnis aufzuschneiden.

Am nächsten Morgen erwachte zuerst die Hexe. Sie zappelte herum. „Heh! Was soll das! Hilfe! Baron von Trollinghausen! Herbei und hilf mir!“ Der Baron neben ihr erwachte und zappelte ebenfalls. „Mist! Wir sitzen in der Falle! Wer ist da?! Melde Dich, du Feigling! Der Drache kam brüllend und schnaubend auf die, in Spinnennetzen gefangenen Gestalten zu, ließ Funken und Flammen aus seiner Nase und seinem Mund sprühen, bis die Netze, und schließlich auch der dunkle Baron und die Hexe in Flammen standen. Sie starben eines qualvollen Todes und wurden von dem Drachen, als gegrillte Hexe und gegrillter Troll gefressen. Somit hatte sich Frank Feuerstein auch die magischen Fähigkeiten der Kreaturen einverleibt, wobei Frank sich schwor, seine erworbenen Fähigkeiten nur für gute Zwecke zu gebrauchen.

Er hatte die Bösen besiegt.

Satt und zufrieden, wie er nun war, ging der Drache zur Prinzessin, die in diesem Augenblick gerade die Augen aufschlug. Aber im ersten Moment erschrak sie, als sie den Drachen vor sich sah und rief: „Oh nein! Ein böser Botschafter vom dunklen Baron!“ „Fürchte Dich nicht, schönste Prinzessin. Ich bin gekommen, um Dich aus den Fängen der Hexe und des bösen Barons zu befreien. Außerdem sind die Beiden eines qualvollen Todes gestorben!“ Aber die Prinzessin weinte bitterlich, weil ihre Freunde, ihr Gefolge noch immer versteinert war. Der Drache berührte mit dem Zauberstab der Hexe die Skulpturen und siehe da, sie erwachten wieder zum Leben. Prinzessin Maurelle richtete sich auf, umarmte Frank Feuerstein und küsste ihn. Aber, was war das? Maurelle staunte. Vor ihr stand kein Drache mehr, sondern ein stattlicher Prinz.

Der Zauberer aber, hatte aus der Ferne, über seine Zauberkugel die Taten des Drachen verfolgt, und so auch seine Erlösung, durch den Kuss der Prinzessin mitbekommen und meldete dies schleunigst dem König. Eine prächtige Kutsche, vor die man Pegasusse gespannt hatte, damit sie fliegen konnte, brachte den Prinzen, die schöne Prinzessin Maurelle, mitsamt Gefolge und die fleißigen Spinnen ins königliche Schloss. Es wurde eine prachtvolle Hochzeit gefeiert, mit vielen Ehrengästen.

Prinz Frank bekam das Privileg, beim Zauberer Jasonius, dem Weisen, Zauberlehrling zu werden. Außerdem heiratete er die schöne Prinzessin Maurelle Märchenglanz und bestieg nach dem Tode des Königs Marchius den Thron. Er wurde stets „Frank, der Friedliche, von Märchenhausen“ genannt.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute, im prächtigsten Palast des Märchenlandes.

11./12.05.2020

Eine Gesprochene Version der Geschichte kommt morgen. Heute war das Umfeld immer zu laut, um in Ruhe aufzunehmen.

Geschichte für die a.b.c-Etüden – eine Hexe und ihr Wunsch nach moderner Fortbewegung

Link zu Christianes Schreibeinladung.

3 Begriffe in maximal 300 Wörtern.

Diesmal sind es die Begriffe:

Teppich

gläsern

flattern

Hexe Lindruna hatte es satt, ständig mit dem Besen durch die Gegend zu fliegen. Ja, sie wollte eine moderne Fortbewegungsmöglichkeit in der Luft.

Draußen vor ihrem Hexenhaus hörte sie im Zauberwald ein flattern. Schließlich klopfte jemand ans Fenster. Lindruna öffnete. Eine kleine Elfe kam herein. Diese wirkte zart und zerbrechlich, ja, fast gläsern.

„Du hast nach mir geschickt, liebe Lindruna?“, fragte die Elfe und nahm auf ihrer Hand Platz. Lindruna nickte und meinte: „Ja, meine Liebe. Hör Dich mal im Wald unter den Waldgeistern um, und sammle für mich Ideen, wie ich meine Art zu reisen und zu fliegen modernisieren könnte.“

„Liebe Herrin der Magie“, begann die Elfe, „umhören ist nicht mehr notwendig, denn ich habe selbst eine Idee.“

Lindruna horchte auf und sprach: „Nun denn, verrate es mir, bitte.“

„Tief im Wald leben die magischen Weberinnen. Dies sind Feen, welche ganz besondere Werke herstellen.“

„Hach, warum bin ich denn nicht früher drauf gekommen? Ja klar, ein fliegender Teppich ist für eine Hexe schon etwas sehr Modernes. Bitte fliege hin, und gib einen Teppich für mich in Auftrag. Er soll bunt, in allen Farben des Regenbogens sein. Und am Rand sollen lauter Glöckchen angebracht werden, sodass es unüberhörbar ist, wenn ich unterwegs bin.“

Gesagt, getan. Die Elfe flog zu den magischen Weberinnen, gab einen fliegenden Teppich in Auftrag, so wie ihn sich die Hexe vorstellte, und bald schon konnte Hexe Lindruna ihren alten, faden Besen gegen einen neuen, modernen und bunten fliegenden Teppich eintauschen

244 Wörter.

Die Verzauberten Kostüme – Geschichte für die a.b.c-Etüden

Mit der nachfolgenden Geschichte, bestehend aus 294 Wörtern, beteilige ich mich an den a.b.c-Etüden von Christiane. Drei vorgegebene Begriffe sollen in maximal 300 Wörtern untergebracht werden. Die Begriffe diesmal sind:

Froschkönig

trüb

helfen,

und eine Wortspende von Viola und ihrem Blog Viola-et-cetera.

Lea’s Wunsch für ihren 10. Geburtstag, eine Kostümparty.

Lea ging mit ihren Eltern Kostüme aussuchen. Lea wählte ein Elfenkostüm. Vater entschied, sich als Froschkönig zu verkleiden. Mutter wählte ein Hexenkostüm.

Zuhause probierten sie nochmals die Kostüme. Zufrieden küsste Mutter ihren Prinzen, aber auweia! Vater verwandelte sich plötzlich in einen Frosch.

„Oh nein, Papi, ein Frosch! Du bist wirklich Hexe Mami!“

„Quak! Ich brauche Wasser!“

Ein erneuter Kuss machte die Verwandlung leider nicht rückgängig, was Mutter und Tochter inständig hofften.

„Ich nehme Papi mit, setze ihn in den Teich im Wald und hole Hilfe.“

„Wer sollte uns helfen Lea?“

„Vielleicht eine Waldfee.“

„Versuche Dein Bestes.“

Lea musste nicht weit laufen, da war schon ein Teich. Der Himmel war trüb, als wolle er im nächsten Augenblick zu weinen beginnen. Vorsichtig setzte sie ihren Vater ins klare Wasser, und lief dann tiefer in den Wald.

Lea kam zu einem Waldhäuschen. Sie klopfte.

„Wer da?“

„Ich bins, Lea, und brauche Hilfe!“

Die Türe öffnete sich. Da stand eine Frau, deren Aussehen einer Hexe ähnelte.

„Ich bin Vanessa Wackelzahn. Was brauchst Du?“

Lea erzählte, was geschehen war. Die Hexe lachte.

„Ich habe letztes Halloween viele Kostüme dieses Ladens mit einem Zauber belegt, unter anderem das Hexen- und das Froschkönigkostüm.“

„Gib mir meinen Papi zurück!“

„Nur, wenn ich Dich als Elfe, und Gehilfin behalten darf.“

Lea nickte, hatte im Hinterkopf jedoch einen Plan.

Vanessa Wackelzahn und Lea gingen zum Teich. Da lugte schon der Vater heraus. Vanessa Wackelzahn stieg hinein und küsste ihn. Augenblicklich war er erlöst, stieg als hochgewachsener Mann aus dem Teich.

Ehe die Hexe heraus konnte, sprang Lea hinein, drückte sie unter Wasser, bis von ihr kein Laut mehr zu hören war.

Mit dem Tode der Hexe erloschen alle Zauber, die sie an den Kostümen vorgenommen hatte.

Das Nachtgespenst

Das Nachtgespenst

Ich bin ein Nachtgespenst,

dass heut die Geisterschule schwenst.

Ich verbreite Gruselstimmung

zum Erschrecken,

wer schafft es zuerst,

sich zu verstecken?

Die ganze Gruselaktion wird etwas bunter,

wenn ich schmeiße Sachen runter.

Dazu rassle ich schaurig

mit metallernen Ketten,

Du schaffst es nicht,

mich zu vertreiben,

das will ich wetten.

Oh nein, das gibts doch nicht!

Hier im Raum ist plötzlich Licht!

Wir Gespenster können Licht nicht leiden,

darum wollen wir es möglichst meiden.

Das Licht ist unerträglich,

deshalb muss ich schweren Herzens gehen,

aber ich sag schaurig

tschüss bis bald und

auf Wiedersehen.

27.- bzw. 28.03.2019

Der Nachtalb, der gut werden wollte – eine Kurzgeschichte

Der Nachtalb, der gut werden wollte

Es war einmal ein Nachtalb. Sein Name war Albrian Gruselfrech. Er und seine Gefährten waren dunkle Gesellen, die den Menschen richtig Angst machen, und die schrecklichsten Träume bringen konnten.

Albrian war bisher der Dunkelste und schrecklichste von allen Nachtalben gewesen. Vor allem liebte er es, kleine Kinder und kranke Menschen im Schlaf heim zu suchen, und zu erschrecken. Es war eine Wohltat für ihn, jemanden vor Angst weinen und schreien zu hören. Dann erst machte er sich aus dem Staub und lachte gruselig.

Doch eines Abends kam alles anders. Es war Vollmond und eine klare Sternschnuppennacht im Sommer. Wenn ein Nachtalb von einer Sternschnuppe getroffen wird, fällt er in Ohnmacht.

Oben auf einem Mondlichtstrahl saß die Sternenfee Rubina Sternschnupp und ließ viele, viele Sternschnuppen vom Himmel fallen. Eine davon traf Albrian genau am Kopf. Sofort stürzte der Nachtalb aus der Luft zu Boden und blieb reglos liegen.

Albinia Nachtschreck, die Königin der Nachtalben wunderte sich, warum alle im Schloss ankamen, nur der, normalerweise zuverlässigste, nämlich Albrian Gruselfrech nicht und nicht kam. So bekamen diesmal alle Anderen Nachtelben die Bösesten und gruseligsten Träume. In alle Himmelsrichtungen flogen die dunklen Wesenheiten dann davon.

Prinzessin Alba Mondschön, eine Traumelfe, den Lichtalben zugehörig, fand Albrian Gruselfrech bewusstlos in der Wiese liegen. Wer weiß, wie viele Sternschnuppen ihn bereits getroffen hatten. Lichtelben können nicht anders, sie sind vom Wesen her so gutmütig, sodass sie sogar im Notfall den Dunkelsten Wesen helfen. Sie nahm Albrian mit ins Mondlichtschloss, wunderte sich aber, wieso sich sein Körper unter dem ständigen Licht der Sternschnuppen, die ihn trafen, noch nicht aufgelöst hatte. Sie handelte aus einem inneren Gefühl heraus, nicht weil Albrian eigentlich böse war, sondern momentan wehrlos und schwach.

Es gab im Mondlichtschloss nur einen einzigen Raum, der ganz dunkel war. Dort legte Alba Mondschön den Bewusstlosen Albrian hinein und verständigte ihre Mutter, Königin Lucina Mondschön. Diese kam hinzu und beugte sich über den Nachtalb. „Mama, schau ihn nicht direkt an, sonst verwandelst Du Dich womöglich in eine Dunkelelfe.“, sagte Alba ängstlich. „Keine Angst, mein Schatz. Der kann keine Zauber ausführen momentan, weil er so schwach ist. Er braucht jetzt die Dunkelheit, um wieder zu Bewusstsein, und zu Kräften zu kommen. Dann sehen wir weiter.“, erwiderte die Mutter. „Und wieso hat er sich bei dem vielen Licht, dass er abbekommen hat, noch nicht aufgelöst?“, fragte Alba verwirrt. „Da muss ich in meinem schlauen Elbenbuch nachsehen, im Abschnitt Dunkel- und Nachtalben.“, sagte die Mutter. Alba blieb bei Albrian und die Mutter verließ den Raum.

„Das Goldene Buch der Elben“, stand am Buchdeckel. Lucina Mondschön blätterte, bis sie zum Abschnitt Dunkelalben und Nachtalben kam. Da stand geschrieben:

„Schauen Sie einem Nachtalb niemals direkt in die Augen. Der böse Zauber der Nachtalben könnte dafür sorgen, dass Sie ebenfalls zum Nachtalb werden.

Sollte ein Nachtalb von Sternschnuppen getroffen werden, führt dies zur Bewusstlosigkeit und schließlich zum Tode, wobei sich der Körper des Nachtalben auflöst, und zu schwarzem Staub wird. Es sei denn, der Nachtalb trägt in sich den Wunsch, die dunkle Seite zu verlassen, um zu den Lichtelben gehören zu können. In diesem Fall löst sich der Körper selbst bei großem Lichteinfluss nicht auf. Die Bewusstlosigkeit eines Nachtalben dauert bis zu 24 Stunden.“

Lucina Mondschön schlug das Buch zu und verstaute es wieder sorgfältig, ehe sie wieder in den dunklen Raum ging, wo Alba bei Albrian Wache hielt. Dort erklärte Lucina ihrer Tochter alles, befahl ihr, weiter bei ihm zu bleiben und ging. Es war schon spät am Abend und sie hatte noch einiges zu tun.

Im Morgengrauen schlug Albrian die Augen auf. Er kam langsam wieder zu Bewusstsein. Alba Mondschön kniff die Augen zusammen, um nicht auf die Idee zu kommen, ihn anzublicken. Leise verließ sie den Raum und suchte ihre Mutter. Königin Lucina Mondschön saß gerade auf der Regenbogen-Therasse und genoss ihren Mondlichtkaffee, als Alba aufgeregt bei ihr ankam. „Mama! Mama! Er kommt zu sich! Komm schnell!“, rief sie. Lucina Mondschön zauderte nicht lange, nahm Alba bei der Hand und schnellen Schrittes gingen sie in den dunklen Raum.

„Wo bin ich hier?“, fragte Albrian. Lucina Mondschön deutete ihrer Tochter, leise zu sein. Die Mutter wollte selbst mit dem Nachtalb reden. Mit geschlossenen Augen beugte sie sich über ihn und antwortete: „Du bist von einigen Sternschnuppen getroffen worden, Nachtalb. Und dennoch hat sich Dein Körper nicht aufgelöst. Ich bin Lucina Mondschön, und meine Tochter Alba hat Dich gefunden und ins Mondlichtschloss gebracht.“ Albrian richtete sich auf. Sein Blick traf geradewegs Alba Mondschön. Sie aber wich seinem Blick aus. „Oh, meine Verehrten Damen, ich bin froh, dass ich endlich aus der Ohnmacht erwacht bin. Wissen Sie, warum sich mein Körper, trotz hohem Lichteinfluss nicht aufgelöst hat?“, sprach Albrian und seine Blicke wanderten prüfend zwischen Mutter und Tochter hin und her. Lucina nickte und Alba antwortete: „Sag Du es uns. Du hast Doch einen Wunsch, nicht wahr?“ Albrian fiel auf die Knie, brach in Tränen aus und schrie es unter Tränen heraus: „Ich will kein Nachtalb mehr sein! Ich möchte zu den Lichtelben gehören! Ich habe es satt, den Kindern schreckliche Träume zu bringen! Ja, ich möchte gut sein, und nur noch schöne, und gute Träume in der Welt, bei den schlafenden Menschen verteilen! Bitte helft mir!“

„Alba, geh in mein Zimmer, und hole das goldene Buch der Elben.“, befahl Lucina. Die Tochter gehorchte und bekam den wertvollen, goldenen Schlüssel für den Schrank, in welchem das Buch lag.

Währenddessen redete Lucina Mondschön beruhigend auf den Nachtalb ein: „Schon gut, Du musst nicht mehr weinen. Ich werde sehen, was ich für Dich tun kann, um Dich vom Zauber der Dunkelalben zu erlösen, damit Du voll und ganz ein Traumelf, für schöne Träume sein kannst. Aber sag mir, wie heißt Du denn?“ „Mein Name ist oder war, Albrian Gruselfrech.“ „Albrian klingt ja ganz nett, nur brauchst Du als Lichtalb einen neuen Nachnamen.“ Albrian nickte nur.

Kurz darauf kam Alba mit dem Buch. Die Mutter bedankte sich und schlug das Buch auf. Da stand geschrieben:

„Erlösungszauber für Nachtalben, die der lichtvollen Seite angehören wollen:

Der Nachtalb muss zuerst glaubhaft seinen Wunsch äußern, nicht mehr zu den Bösen Nachtalben gehören zu wollen. Die Person bzw. das Wesen, welches den Nachtalb bewusstlos aufgefunden hat, muss folgende Schritte durchführen, um den Nachtalb zu erlösen:

der Nachtalb und der Finder/die Finderin müssen sich tief in die Augen sehen.

Das Lichtwesen fixiert mit dem Blick den Nachtalb und spricht folgenden Zauberspruch: „Sternenglanz und Mondenschein, Nachtalb sollst nun Lichtalb sein. Willst Du dem Lichte ewiglich die Treue schwören, so ist gewiss, dass Du für immer wirst zu uns gehören.“

Um den Zauber zu vollenden, muss das Lichtwesen, z.B. die Lichtelfe den Dunkel- bzw. Nachtalb küssen.

Der Zauber ist geglückt, wenn der Nachtalb kurz danach nochmals für ein paar Minuten bewusstlos wird. Nach dem Erwachen aus der Bewusstlosigkeit sollte man die Verwandlung klar erkennen können.“

Lucina Mondschön seufzte. „Du musst es also machen, Alba, mein Kind.“ Alba nickte.

Albrian stellte sich vor sie hin, und sie blickten sich in die Augen. Dann im zweiten Schritt fixierte Alba ihn und sagte voller Inbrunst den Spruch:

„Sternenglanz und Mondenschein, Nachtalb sollst nun Lichtalb sein. Willst Du dem Lichte ewiglich die Treue schwören, so ist gewiss, dass Du für immer wirst zu uns gehören.“

Schließlich küsste sie den Nachtalb. Danach fiel er zu Boden und rührte sich nicht. „Es ist geglückt!“, flüsterte Alba aufgeregt.

Wenige Minuten später erwachte Albrian. Ein sanfter Schimmer umgab ihn. „Ich hab‘s geschafft!“, rief er erleichtert aus, umarmte dann zuerst Alba und dann ihre Mutter Lucina voller Freude.

In der großen Halle des Mondlichtschlosses hatten sich alle Traumelfen versammelt. Ein Traumelf kam auf Albrian zu und begrüßte ihn mit den Worten: „Hi, Du bist wohl der Neue!“ Albrian nickte. „Ich bin Traumello Schlafewohl. Ich soll Dich in der ersten Zeit begleiten. Ähm, einen neuen Zweitnamen brauchen wir auch noch für Dich. Hast Du eine Idee?“ Albrian gab Traumello die Hand und erwiderte: „Freue mich sehr, Dich kennen zu lernen. Nun, da ich zukünftig nur noch schöne Träume an die Menschen verteilen möchte, kam mir als Zweitname Träumesüß in den Sinn.“ „Albrian Träumesüß.“, wiederholte Traumello. „Ja, dass klingt gut.“, meinte er schließlich und klopfte Albrian Träumesüß auf die Schulter. Dann ging es auch schon los.

Mit der Zeit kehrte der Alltag im Mondlichtschloss bei Albrian ein und er verliebte sich unsterblich in Prinzessin Alba Mondschön. So kam es, dass im Schloss schon bald Hochzeit gefeiert wurde.

Die Zeit verging, und Albrian und Alba hielten ihr erstes Kind, ein Mädchen in den Armen. Die kleine Elfe bekam den Namen Lunabella Traumkind.

So verteilten sie stets die schönsten Träume auf der Welt und lebten glücklich und zufrieden.

Vollendet am 14.03.2019

Diese Geschichte ist Teil meiner ersten Facebook Live Lesung, die am 15.03.2019 stattgefunden hat. Das Video ist öffentlich einsehbar.

Inspiriert hat mich Serap, mit ihrer Geschichte vom KARABASAN (Nachtalb)

Der kleine Vampir und das falsche Blut – eine Halloweengeschichte

Der kleine Vampir und das falsche Blut


In der Halloweennacht: Ein kleiner Vampir schleicht durch die Straßen. Er bemerkt, wie ein Lieferwagen, ein LKW vor einem Supermarkt hält.
Schnell zieht er sich seinen Zauberumhang über, sodass er fliegen, und unsichtbar dem Lieferanten folgen kann.
„Ob es bei den Menschen auch Blut in Dosen oder Tetrapack zu kaufen gibt, wie in Vampiro Island?“, dachte der kleine Vampir bei sich. Denn er wollte keinesfalls für Aufsehen sorgen.
So glitt er leicht und frei durch die Luft und folgte dem Lieferanten in den menschenleeren Supermarkt. Bei der Fülle an Sachen, die da in den Regalen lagen und standen, war der Lieferant unwichtig geworden.
Schließlich kam der Vampir zu einem Regal mit Glasflaschen. Die Buchstaben der Menschen konnte er nicht lesen. Aber da, er jauchtzte schaurig auf und rief: „Bluuuuut! Bluuuut! leckeres Bluuuut!“ Er nahm zwei Flaschen und steckte sie in seine Umhangtaschen. Dann machte er sich aus dem Staub.
Draußen setzte der kleine Vampir sich auf eine Gehsteigkante, holte eine der Flaschen raus, öffnet sie und schlürft hungrig los. „Hm, seltsam, schmeckt gar nicht wie Blut! Was für ein Betrug!
Wütend flog er wieder zum Supermarkt zurück und erwischte gerade noch den Lieferanten, der soeben mit dem leeren LKW wegfahren wollte. Der Vampir zog seinen Umhang aus, sodass der Mann ihn sehen konnte und rief: „Hallo! Bitte warten Sie!“ Der Mann stieg nochmals aus dem Fahrzeug, kam auf den Vampir zu und antwortete: „Na, kleiner Mann? Noch unterwegs, im Halloween-Kostüm?“ Der kleine Vampir funkelte den Mann böse an und meinte: „Ich bin ein echter Vampir! Ich will es Ihnen auch gerne beweisen. Geben sie mir mal einen Finger.“ Zaghaft hielt der Lieferant dem Vampir den Zeigefinger hin. Der Vampir biss hinein und saugte etwas Blut aus dem Finger. „Wahrhaftig, ein echter Vampir!“, rief der Mann und wischte seinen Finger ab. Dann fragte er: „Was kann ich für Dich tun, kleiner Vampir?“ „Hier in diesem Supermarkt wird etwas verkauft, dass aussieht, wie Blut, aber es schmeckt nicht wie Blut.“, erwiderte der Vampir und hielt dem Mann die Glasflaschen hin. Dieser betrachtete den Schriftzug am Etikett und begann laut zu lachen. „Ach Du meine Güte! Vampire können wohl nicht lesen. Das ist falsches Blut, Bio-Tomatensaft.“ „Ihr Menschen seid Betrüger!“, schimpfte der vampir, zog sich seinen Umhang über und verschwand.
Der Lieferant blieb verdutzt mit den Flaschen zurück. Die bereits geöffnete Flasche trank er aus, und die original verschlossene Flasche stellte er in das Supermarktregal zurück. Das Regal war übrigens mit der Aufschrift „Bio-Obst- und Gemüsesäfte“ beschriftet.
Zu Hause konnte der Lieferant seiner Familie eine echte Halloween-Geschichte erzählen. Der Vampir jedoch, wurde nie mehr in der Welt der Menschen gesehen.


31.10.2018

Zwischen Himmel und Erde – Taulina Blumentau und ihre Freunde, eine Kurzgeschichte

Zwischen Himmel und Erde
Taulina Morgentau und ihre Freunde


Honeya Bienopolus saß auf dem Ast eines Baumes und beobachtete aufmerksam das Bienenvolk, welches gut geschützt unter dem Baum sein Haus hatte. Ein neuer Tag war angebrochen, und das Bienenvolk war kurz vor dem Ausfliegen. Dann war es auch schon soweit. Der Bienenschwarm flog aus. Flink sprang die Bienenelfe vom Ast und schlüpfte ins Bienenhaus, wo sie mit Honig gefüllte Waben vorfand. Die Aufgabe von Honeya Bienopolus war es nicht nur, die Bienen zu beschützen, sondern auch ihren Honig mit wertvoller Energie anzureichern. Dazu setzte sie sich vor den Waben auf den Boden, hielt ihre zarten Hände darüber, und ließ die Energie hineinströmen. Es würde noch eine Weile dauern, bis all die wundervollen Waben ganz und gar mit der lichtvollen Energie angereichert sein werden.
„Guten Morgen!“, ertönte von draußen eine Stimme. Da war jemand vor dem Bienenhaus, jedoch war Honeya Bienopolus gerade dabei, eine der vielen, vielen Honigwaben zu energetisieren und war in einem tranceartigen Zustand. Dann wieder von draußen: „Nanu? Niemand da heute? Die Bienchen schon alle ausgeflogen und das Fräulein Bienenelfe hat wohl verschlafen. Naja was solls, schau ich halt später nochmal vorbei.“
Der Energiestrom hatte für den Moment nachgelassen und Honeya Bienopolus kam aus der Trance zurück. Nun reinigte sie noch das Bienenhaus, ehe sie wieder nach draußen in den Wald flog, um sich etwas in der Morgensonne auszuruhen. Sie landete auf der Wiese und dachte bei sich: „Wann wohl Taulina Morgentau kommt? Das Gras ist noch ganz trocken. – oder … war da nicht was? Mir scheint, dass ich während meiner Arbeit in Trance eine Stimme draußen gehört habe. War sie das?“ Honeya Bienopolus rief: „Taulina Morgentau! Wo bist Du!?“ „Hier bin ich, Schlafmütze!“, rief Taulina Morgentau keck und kam näher. „Guten Morgen! Wieso Schlafmütze? Ich stehe immer pünktlich mit dem Bienenvolk auf und habe heute schon gearbeitet. Du jedoch Taulina bist schlampig und vorlaut. Schau Dir nur das trockene Gras an!“, hielt Honeya ihrer Gefährtin eine Moralpredigt. Taulina Morgentau wurde ganz weiß im Gesicht. „Oh, oh, entschuldigung“, stammelte sie, „ich war besorgt, weil ich Dich nicht angetroffen habe, und dann habe ich doch glatt vergessen, die Wiese vor dem Bienenhaus mit Tau zu besprühen.“ „Schon gut, liebe Taulina, aber bevor Du Dein Näschen in die Angelegenheiten anderer steckst, kehre lieber vor Deiner eigenen Stube.“ „Hab ich schon, Honeya, bevor ich aus dem Haus gehe, mach ich immer sauber.“ Honeya Bienopolus musste laut lachen und Taulina kannte sich nicht aus und fragte: „Was ist los?“ „Liebe Taulina, Du hast mich falsch verstanden, das war im übertragenen Sinne gemeint, so nach dem Motto, bevor sich jemand in die Dinge anderer einmischt, sollte er/sie sich lieber um die eigenen Angelegenheiten kümmern.“, gab Honeya zur Antwort. Taulina nickte und erwiderte: „aha, jetzt verstehe ich. Aber wieso im übertragenen Sinne? Wer muss wem Sinne übertragen? Jedes Wesen hat doch seine eigenen Sinne.“ Jetzt musste Honeya erneut loslachen und sprach: „Weißt Du was, meine Liebe? Mit der Sinnhaftigkeit von bestimmten Worten können wir uns ein Andermal beschäftigen. Jetzt lassen wir die Wortspielereien und Du machst Dich besser an die Arbeit. Ich hör ja schon wie das Gras und die Wiesenblumen nach Wasser schreien.“ „Schon gut, aber geh in Deckung, sonst wirst Du nass, liebe Bienenelfe.“ Honeya nickte Taulina zu und flog auf jenen Baum, der unter sich das Bienenhaus beherbergte. Schon bald darauf war die Wiese herrlich vom Morgentau erfrischt. Honeya Bienopolus sprang vom Baum. Sie trank etwas Tau und wusch sich mit einem nassen Blatt, welches sie als Waschlappen benutzte. Dann aß sie zum Frühstück ein Schälchen Honig. Jeden Tag bekam die Bienenelfe als Lohn und Dank für ihre Arbeit eine bestimmte Ration Honig und Blütenstaub. Honig-Blütenstaubbrei mochte Honeya besonders gerne. Meistens war sie am Morgen mit Taulina Morgentau zusammen, mit der sie meist auch das Frühstück teilte. Dabei führten sie Smalltalk.
„Was machst Du jetzt dann nach dem Frühstück?“, wollte Taulina wissen. „Bei mir steht als nächstes wieder Arbeit, in Verbindung mit Morgensport an. Ich mache einen Rundflug, um Nachschau zu halten, wo sich meine Schutzbefohlenen, die Bienen so rumtreiben. Und was machst Du?“ Taulina Morgentau seufzte und sprach: „Ach, Du kennst Doch Regina Raindrop“, Honeya nickte. „Sie wohnt jetzt in der Stadt, in einem Stadtpark. Sie und ich, wir waren immer gute Freundinnen. Schon lange hat sie mich zu sich eingeladen, aber ich mag die Stadt nicht, und nun habe ich es schon viel zu lange herausgezögert, sie zu besuchen. Ich möchte sie doch so gerne wiedersehen, und jetzt muss ich eben doch in die ungeliebte Stadt fliegen. Am Abend bin ich wieder zurück.“ „Du schaffst das schon, Taulina. Richte ihr bitte schöne Grüße von mir aus.“, erwiderte Honeya. „Mach ich. Seitdem Regina nicht mehr hier wohnt, muss ich immer selber in den Himmel fliegen, um mir bei den Wetterengeln den Tauvorrat auffüllen zu lassen. Das wird heute ein anstrengender Tag für mich, den ganzen Tag unterwegs, und dann komme ich heut Abend auch noch viel später ins Bett als sonst.“ Taulina wirkte bedrückt und Honeya überlegte, wie sie ihr helfen könnte. Sie war immerzu mit ihrem Bienenvolk verbunden. Wenn Honeya beispielsweise eine Extra-Ration Honig benötigte, musste sie zuerst die Bienenkönigin fragen und einen Grund für den zusätzlichen Honigbedarf angeben. Dies kam nicht oft vor, aber heute musste es sein, denn ihre Gefährtin Taulina Morgentau benötigte unbedingt mehr Energie für ihren Tagesausflug. Honeya Bienopolus nahm telepathisch Kontakt zum Bienenvolk, insbesondere zur Bienenkönigin auf, um ihre Bitte vorzubringen. Die Bienen erlaubten Honeya, eine zusätzliche Ration zu nehmen. Die Bienenelfe bedankte sich und sprach zu Taulina: „Warte hier einen Moment, Du bekommst von mir einen Reiseproviant, Honig, er wird Dir zusätzliche Energie schenken. Die Bienenkönigin hat es mir erlaubt.“ „Das ist sehr nett, Honeya, aber beeil Dich bitte, es ist schon höchste Zeit für mich, aufzubrechen.“ Schnurrstracks flog Honeya ins Bienenhaus, fand dort eine kleine, mit Honig gefüllte Wabe, die sehr gut als Reiseproviant geeignet war. Diese wollte sie Taulina mitgeben. Nur wenige Augenblicke später war sie zurück und sah, dass Taulina Morgentau bereits in Aufbruchstimmung war. „Taulina, hier, Dein Geschenk von den Bienen!“, rief Honeya, und überreichte ihr die Wabe. „Danke Dir, Honeya, und entschuldige bitte, dass ich so vorlaut und schlampig war.“ „Schon gut. Guten Flug, liebe Grüße an Regina Raindrop, und komm wohlbehalten zurück Taulina.“, entgegnete Honeya, ehe Taulina davonflog und noch ein „Danke!“, hinterherrief. Honeya Bienopolus sah Taulina Morgentau noch lange nach, ehe sie selbst zu ihrem allmorgendlichen Rundflug aufbrach.
Derweil im Himmel drobn: Einer der Wetterengel, Tauriel, trat vor den lieben Gott und sprach: „Oh Herr, allmächtiger Gott, ich mache mir Sorgen, um unsere Tauverteilerin im Feenwald. Es war wohl nicht die richtige Entscheidung, Regina Raindrop in die Welt der Menschen zu entsenden. Taulina Morgentau ist alleine, ohne ihre Hilfe völlig überfordert.“ Gott sah den Engel gutmütig und verständnisvoll an und antwortete: „Mein Lieber, ich verstehe Dich. Jedoch braucht es Feen und Elfen, ja, es braucht die Naturwesen bei den Menschen, sogar mehr dennje, weil sich immer mehr Menschen wieder rückbesinnen, auf die Natur, und in ihren Städten Gärten und Naturräume schaffen wollen. Das Umweltbewusstsein bei den Menschen steigt, und dies erfordert wiederum die Unterstützung der Naturgeister und Naturengel. Immer mehr Naturwesen erklären sich bereit, mit den Menschen wieder enger zusammen zu arbeiten, was ich, der Schöpfer allen Lebens sehr begrüße. Leider reden noch viele ältere Naturwesen schlecht über die Menschen, was diese Geschöpfe (die Menschen) nicht alles schlecht und falsch machen. Aber dies ist der falsche Ansatz. Diese Naturwesen haben zwar nicht unrecht, mit dem, was sie über die Menschen sagen, aber vielmehr sollten diejenigen hervorgehoben und unterstützt werden, die sich für das Wohl von Mutter Erde einsetzen.“ Tauriel hatte aufmerksam zugehört. Als Gott zu Ende geredet hatte, fragte er: „Und wie können wir Taulina Morgentau entlasten? Es ist für sie sehr mühsam, neben ihrer eigentlichen Arbeit auch noch dafür sorgen zu müssen, dass der Tau zur Erde gebracht wird. Ich habe ihr versprochen, mit Dir, Gott, Rücksprache zu halten, dass wir eine Lösung finden. Der Flug in den Himmel kostet der zarten Elfe so viel Kraft, dass sie dann auf der Erde im Wald bei der Tauverteilung schlampig und unaufmerksam ist. Bei den Menschen würde man von einem beginnenden Burnout sprechen. Also was tun?“ „Tauriel, ich überlege mir eine Lösung bis heut Abend. Danke, dass Du so fürsorglich bist, und das Du mit diesem Problem zu mir gekommen bist.“ Tauriel entgegnete lächelnd: „Gerne, Vater. Das haben Engel so an sich, dass sie fürsorglich sind. Du hast uns so erschaffen.“
Mittlerweile war es Mittag geworden. Honeya Bienopolus zog sich in ihr Zimmer im Bienenhaus zurück, um ein Bisschen auszuruhen. Lange war allerdings nicht Zeit, für das Mittagsschläfchen. Es kam Besuch. Bieniel, der Naturengel, zuständig für die Insekten, so auch für Bienen, hielt Nachschau und wollte Honeya Bienopolus sprechen. „Sei gegrüßt, liebe Honeya Bienopolus. Wie gehts Dir und Deinen Schutzbefohlenen?“, fragte Bieniel. „Soweit ganz gut, Bieniel, jedoch erzählen mir die Bienen, dass die Wiesen und Blumen derzeit Morgens nur unzureichend mit Tau versorgt werden, und heut Morgen habe ich es selbst erlebt, dass Taulina Morgentau vergessen hat, Tau auf der Wiese vor dem Bienenhaus zu verteilen. Ich mache mir Sorgen um Taulina.“ „Ja“, sprach Bieniel mit sanfter Stimme. „Es hat sich schon im Kreise der Naturengel herumgesprochen. Tauriel hat heute mit Gott darüber gesprochen, und bis spätestens Abends soll es eine Lösung geben. Ich, Bieniel habe zu Gott und Tauriel gesagt, dass ich und Dein Bienenvolk insofern helfen können, dass wir Taulina mit genug Nahrung, Honig und Blütenstaub, versorgen. Taulina Morgentau ist schon sehr schmächtig.“ Honeya nickte und gab zur Antwort: „Ich teile schon seit längerer Zeit mein Frühstück mit Taulina, weil sie ja sonst nie was zu sich nehmen würde. Ich wollte ohnehin schon die Bienenkönigin fragen, ob ich zukünftig die doppelte Ration Honig haben darf, um Taulina mit zu versorgen, heute Abend, wenn wir im Bienenhaus beisammen sitzen, werde ich es tun. Heute macht Taulina einen Tagesausflug in die Stadt, zu ihrer Freundin und früheren Kollegin Regina Raindrop, und ich habe ihr, nachdem ich von der Bienenkönigin die Erlaubnis bekam, eine Extra-Ration Honig als Reiseproviant mitgegeben.“ Bieniel erschrak. „Was hast Du eben gesagt? Sie ist unterwegs in die Stadt? Herr des Himmels, hoffentlich schafft sie den Flug hin und zurück. Um in die nächstgelegene Stadt der Menschen zu gelangen, muss sie nämlich den großen See überfliegen, welcher die Welten der Naturwesen, und die der Menschen voneinander trennt. Nur Blubbliel, der Naturengel der Gewässer könnte kurzfristig eine Brücke errichten, aber dafür ist es wohl schon zu spät. Wenn wir nur wüssten, wo Taulina gerade fliegt!“ Honeya Bienopolus vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und murmelte: „Ach Mist, den See habe ich komplett vergessen. Hätte ich Taulina nur davon abgeraten, diesen Ausflug anzutreten. Wie dumm von mir!“ „Mache Du Dir keine Vorwürfe. Sie wollte den Besuch einfach nur hinter sich bringen, weil sie nicht gerne in der Stadt ist. Jetzt können wir nur hoffen, dass sie heil am Abend wieder zurück kommt.“, erwiderte Bieniel, ehe er sich verabschiedete und versprach, am nächsten Morgen gleich nach dem Rechten zu sehen.
Langsam wurde es Abend. Die glühende Sonne versank hinter den Bergen des Feenlandes. Taulina Morgentau war gerade auf dem Weg zurück in den Feenwald, flog gerade über dem großen See. Eine Brücke über den gesammten See zu errichten, hätte Blubbliel, der Naturengel der Gewässer in so kurzer Zeit nicht geschafft, aber er bat Libella Regenbogen darum, Taulina Morgentau im Notfall zu helfen. Libella Regenbogen ist eine Fee, eine Vermittlerin und Verbündete, zwischen den Naturreichen im Wasser und an Land und erscheint, wie ihr Name schon sagt, als bunte Libelle.
Als Taulina Morgentau eine Weile über dem See flog, verließen sie langsam die Kräfte. „Ich kann bald nicht mehr! Ich muss irgendwo landen und Rast machen. … Aber wo nur? Nichts als Wasser.“, Dachte sie bei sich. Da tauchte plötzlich wie aus dem Nichts eine Insel mit Seerosen im Wasser auf. „Oh, was für ein Glück!“, jubelte Taulina, näherte sich der Insel, strich über die Blütenblätter einer der Seerosen und bat darum, auf ihr landen und rasten zu dürfen, was auch genehmigt wurde. Beinahe wäre Taulina während der Landung ins Wasser gefallen, aber jemand hielt sie fest, bis sie sicher auf der Seerose Platz genommen hatte. „Grüß Dich, Taulina Morgentau. Ich bin Libella Regenbogen und wurde Dir vom Naturengel der Gewässer, Blubbliel zur Seite gestellt, falls Du Hilfe brauchst. Es kommt auch gleich jemand, der Dich sicher nach Hause bringen wird. „Hab Dank, liebe Libella Regenbogen. Wer kommt mich abholen?“ Libella Regenbogen wollte gerade antworten, da hörte man ein rauschen in der Luft, und wenig später landete ein Schwan auf dem Wasser, direkt neben Taulina Morgentau. „Oh, ein Schwan!“, rief Taulina erfreut aus. Libella Regenbogen lächelte. „Ja, er wird Dich nach Hause bringen. Blubbliel hat ihn für Dich gesandt. Steige auf seinen Rücken, es ist höchste Zeit, dass Du nach Hause kommst. Schon bald wird es ganz dunkel sein.“ Taulina nickte, erhob sich von der Seerose, strich sanft ihre Blütenblätter glatt und schwebte auf den Schwan zu, landete geradewegs auf seinen Rücken. Nun konnte es losgehen, der Schwan erhob sich in die Lüfte, und es dauerte nicht lange, da ließen sie den See zwischen den Welten hinter sich. Kurz bevor es endgültig dunkel war, landete der Schwan mit Taulina Morgentau an einer Waldlichtung, wo Honeya Bienopolus und Engel Tauriel bereits auf sie warteten. „Endlich, da bist Du ja!“, rief Honeya erfreut aus und schloss die erschöpfte Taulina in ihre Arme. Kurz nachdem der Schwan Taulina sicher auf dem Waldboden abgesetzt hatte, flog er mit einem Rauschen wieder davon. Tauriel ergriff das Wort: „Liebe Taulina, Du wirst für ein paar Wochen ins Naturengelzentrum gebracht. Dort gibt es eine Abteilung, wo sich erschöpfte Naturwesen ausruhen, auftanken, und regenerieren können. In der Zeit, wo Du nicht da bist, werde ich Deinen Dienst übernehmen. Gott hat mich darum gebeten. Zudem habe ich erfahren, dass in der Schule des Naturengelzentrums gerade eine Ausbildung läuft, für Naturwesen, die sich dazu entschieden haben, in den Städten der Menschen unterstützend zu wirken. In wenigen Wochen werden die ersten, sogenannten Stadt-Naturwesen ausgebildet sein, und es kann dann durchaus sein, dass Regina Raindrop wieder hierher zurück kommt, um wieder mit Dir zusammen zu arbeiten. Es wird alles gut.“ Während Tauriel die tröstenden Schlussworte sprach, strich er Taulina Morgentau sanft durchs Haar. In diesem Moment brach es aus ihr heraus, Taulina Morgentau weinte bitterlich, so viele Tränen, dass man meinen könnte, es wären Tautropfen. All das, was sich in ihr angestaut hatte, kam jetzt heraus. Während Tauriel ihr noch immer beruhigend übers Haar strich, nahm Honeya Bienopolus Taulina in den Arm.
Honeya hatte gar keine Zeit mehr, sich mit Taulina über den Stadtausflug zu unterhalten. Taulina Morgentau wurde gleich, nachdem sie sich wieder etwas beruhigt hatte, mitgenommen, und ins Naturengelzentrum, in die vorgesehene Abteilung gebracht. Jeden Tag versorgte Engel Tauriel wie versprochen den Wald mit Tau und überbrachte der fleißigen Bienenelfe immer wieder Grüße von Taulina Morgentau. Wenige Wochen später kam Regina Raindrop in den Wald zurück, da eine der neu ausgebildeten Stadtfeen in die Stadt geschickt wurde, um Regina Raindrop‘s Aufgaben dort im Stadtpark zu übernehmen. Und da es noch etwas länger dauerte, bis Taulina Morgentau wieder ganz regenerriert war, arbeiteten Engel Tauriel und Fee Regina Raindrop als Team zusammen. Er lieferte ihr jeden Morgen den Tau vom Himmel, und sie verteilte ihn im Wald. Für Taulina Morgentau war es allerdings eine Überraschung, sie wusste noch gar nichts davon, dass Regina Raindrop wieder im Wald war. Taulina sollte erst davon erfahren, wenn sie von ihrer Erholungskur aus dem Naturengelzentrum wieder auf die Erde kam.
Schließlich war es soweit, Taulina konnte aus der Kurabteilung des Naturengelzentrums entlassen, und von Engel Tauriel zurück zur Erde, in den Feenwald gebracht werden. Inzwischen war es Herbst geworden, wobei die Luft noch mild war. Im Feenwald wurde nach der Ankunft von Taulina Morgentau ein großes Fest gefeiert. Die größte Überraschung für Taulina war aber nicht das Fest, sondern, dass Regina Raindrop tatsächlich wieder in den Wald zurückgekehrt war. Das war ein freudiges Wiedersehen, und ein freudiges Fest.
Nach dem Fest hieß es Abschied nehmen von Honeya Bienopolus. Über den Herbst und Winter verweilt die Bienenelfe im Naturengelzentrum, um sich zu erholen, Energiereserven aufzufüllen, damit sie ab dem nächsten Frühjahr wieder ganz und gar für ihre Schützlinge, die Bienen da sein kann.
Zwischen Himmel und Erde wirken und harmonieren die Lichtwesen und Kräfte der Natur. Dies ist nun das Ende einer abenteuerlichen Feengeschichte.


02.08.2018

Die Nixe Blubbliblubb – Gedicht

Die Nixe Blubbliblubb


Die Nixe Blubbliblubb
hat sich mir vorgestellt,
ihr Name bedeutet
„Schönheit der Unterwasserwelt“.
Die Nixe Blubbliblubb
ist Mitglied im
Nixen-Delfinclub.
Sie schwimmt mit anderen Nixen und Delfinen
gern um die Wette,
Hand in Hand,
Flosse an Flosse,
so bilden alle im Club
eine einheit, eine Kette.
Blubbliblubb schwimmt aber auch mal gern
allein umher,
und verteilt positive
Atmosphäre im Meer.
Blubbliblubb ist trotz ihrer Schönheit
nie hochmütig,
ganz im Gegenteil,
fast immer gut gelaunt,
und immer gütig.
Das war eine kleine Nixengeschicht,
gereimt und verpackt
in einem Gedicht.


02.07.2018

Gedicht, magischer Ausflug ins Elfenland

Magischer Ausflug ins Elfenland


Komm, gib Raum
Deinen Träumen,
komm und lass uns
nichts versäumen.
gib mir Deine Hand,
folge mir
ins Elfenland.
Ja, lass uns tanzen,
für die Natur,
die Tiere und die Pflanzen.
Menschenkind, folge mir
ins Elfenschloss,
oh meine Freude
sie ist so riesengroß!
Lass uns singen,
ein Lied für die Liebe
und den Frieden erklingen.
Oh Mensch, fühlst Du
die Verbundenheit?
Genieße ein Bisschen
magische Zeit.
Es ist einfach wunderbar,
im Saal da wartet sie,
die ganze Schar,
alle, die Du aus den Märchen kennst,
Elfen, Feen,
Kobolde, Zwerge,
und wie Du sie sonst noch
alle nennst.
Sie alle, hör nur,
sie rufen Dir zu:
„Menschenkind,
willkommen bist Du.“
Tauche ein,
in eine magische Welt,
sie ist noch viel schöner,
als Du sie Dir
je hättest vorgestellt.
Hier zählt es nicht, ob jemand ist
arm oder reich,
denn bei uns sind alle
Lebewesen gleich.
Reich ist nur,
wer wahre Liebe
im Herzen fühlt,
und nicht gar jemand,
der in seinen Geldtaschen wühlt.
Und musst Du wieder
in die Menschenwelt zurück,
nimmst Du trotzdem
etwas mit in Dir,
von all der Magie,
und all dem Glück.
Du musst die Magie
nicht länger entbehren,
kannst jederzeit
in unser Reich zurückkehren.
Diese Einladung steht,
auch wenn für jetzt im Moment
diese Reise hier
zu Ende geht.


12.05.2018

Märchenreise – Gedicht

Märchenreise

Ich gehe durch den Wald,
es ist ruhig,
die Luft ist kalt.
Unter einem Baum
finde ich einen Kristall,
halte ihn mir ansHerz,
bin dann plötzlich in einem Schloss,
auf einem Ball.
Verdutzt steh ich da,
in einem Rosa Kleid,
bin gelandet, so scheints,
in einer anderen Zeit.
Dann passiert etwas,
so wunderbar,
eine Fee, sie flechtet
mir Blumen ins Haar.
“Du bist hier
im Feenreich,
musst also aussehen
den Feen gleich.”,
so die Fee sanft
und doch eindringlich spricht,
sie ist umgeben,
von einem ganz besondren Licht.
Eine andere Fee sacht
mein Herz berührt,
oh, was sie darin
wohl sieht und spürt?
Dann hör ich sie weggehen,
sie tuschelt etwas
mit den anderen Feen.
“Feenschwestern hört,
es steckt eine Fee in ihr,
denn ansonsten
wäre sie nicht hier.
Wenn sie nur Mensch wär,
wäre der Kristall ohne Magie,
bedeutungslos,
öde und leer.”.
Ich merk, wie mich
die Feen umringen,
um mich herum tanzen,
und fröhlich singen.
“Feenprinzessin,
schön, dass Du da bist,
wir haben Dich alle
schmerzlich vermisst.
Wirst wieder in den Kreis der Feen
aufgenommen,
sollst außerdem
einen schönen Feennamen bekommen.
Der Kristall hat Dich
hier her geführt,
weil er die Fee in Dir
hat gespürt.”.
Getauft wurde ich feierlich
im Feenland,
dort werd ich jetzt
Bianka Blossom Sherry genannt.
Nach dem Ball
verabschieden sich alle leise,
und vorerst geht sie zu Ende,
die Märchenreise.

05.01.2018